Serrisa foetida- Junischnee/Baum der tausend Sterne- (Stand 12/1999)
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Auch ein Baum, der mich quasi seit Anfang an begleitet. Ein typischer Vertreter eines Import-Bonsai´s. Eigentlich sollte man es ja gar nicht laut sagen, aber ich habe ihn seiner Zeit in einem Baumarkt (wenn auch in einem sehr schlechten Zustand) gekauft. An dieser Stelle sei bemerkt, dass ich sowieso finde, dass man gutes Ausgangsmaterial für Indoors sehr viel seltener findet als für Outdoors. Das erklärt u. a. auch das Verhältnis Outdoor/Indoor auf meiner Seite.
Zurück zu dieser Serrisa: Aufgabe der ersten beiden Jahre war es die Etagen wieder herauszuarbeiten. Das war fast abgeschlossen, als der Baum einen herben Rückschlag erlitt: Spinnmilben. Zurückzuführen war dies auf die viel zu trockene Heizungsluft und das damals noch fehlende Bewusstsein durch Übersprühen der Bäume z. B. für entsprechende Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Die Bekämpfung der Schädlinge machte keine Probleme. Jedoch hatten diese es innerhalb kürzerster Zeit (1 Woche) geschafft, den Baum extrem zu schwächen und ca. 30 % Laub (insbesondere in den unteren Etagen) verlieren zu lassen. Gott sei Dank war aber das Frühjahr nicht weit und nach einer ersten Erholungsphase (kühl und schattiert aufstellen) konnte ich den Baum ab Mai ins Freie stellen. Dort erholte er sich durch die gute (in diesem Fall direkte Sonneneinstrahlung) und gezielte Düngung mit Osmocot innerhalb eines Jahres wieder prächtig. Aber der Aufbau musste von Neuem beginnen.......
Leider erlitt der Baum nochmals einen Rückschlag; und diesmal sogar noch schlimmer. Der Grund war der Umzug an meinen jetzigen Wohnort. Hier hat es sehr kalkhaltiges Wasser. Ich war mir allerdings anfangs nicht so recht bewusst darüber, was dies für Auswirkungen habe könnte. Ganz abgesehen von den Kalkränder an der Schale scheint die Serrisa äußerst empfindlich auf kalkhaltiges Wasser zu reagieren. Jedenfalls verlor sie das komplette Laub der oberen beiden Etagen. Was meine Vermutung über die Ursache bestätigt ist, dass sofort nach Umstellen auf kalkfreies Wasser (mittels Wasserfilter) der Laubverlust aufhörte. Doch diesmal stellte ich den Baum nicht in die direkte Sonnen, sondern ins Gewächshaus und zwar etwas schattig. Bedingt durch die hohe Luftfeuchtigkeit und die Eigenschaft der Serrisa sehr gut aus dem alten Holz wieder auszutreiben, war auch dieser "Schaden" innerhalb eines Jahres wieder behoben.