Eugenia brasiliensis

Eugenia brasiliensis

- Kirschmyrte -

(Stand 12/1999)

 

Damit hat alles angefangen! Das war mein allererster Bonsai. Wer hätte das damals geahnt......
Wie so viele wusste auch ich nicht was Bonsai überhaupt ist. Gut er sieht hübsch aus, aber schneiden, drahten, umtopfen, düngen?? Alles viele Fragezeichen.

Mittlerweilen glaube ich hat sich nicht nur dieser Bonsai, sondern auch ich weiterentwickelt. Ursprünglich war der Baum noch ca. 4 cm höher und hatte noch zwei tiefer liegende Äste. Diese waren aber von den nächstfolgenden Ästen sehr weit entfernt. Also mussten diese beiden zunächst abgeschnitten werden. Danach stellte sich aber heraus, dass vom Wurzelansatz bis zum ersten Ast, der Abstand für meinen Geschmack zu groß wurde. Ich entschied mich (zum ersten Mal überhaupt) die Technik des Abmoosen anzuwenden. Dabei schälte ich eine ca. 0,5 cm breites Stück Rinde ab. Anschließend vertiefte ich die Kerbe bis zum toten Holz und achtete darauf, dass die Ränder des Kambiums sehr glatt geschnitten blieben. Zum Schluss wickelte ich einen 3 mm Draht in die Kerbe und gab einen Plastiktopf mit Akadama um die Stelle.

Der erste Versuch nach einem Jahr blieb erfolglos. Es bildete sich nur ein Kallus. Dieser wurde entfernt und die Kerbe erneut ausgeschnitten und Draht angelegt. Diesmal ließ ich den Baum zwei Jahre unberührt. In dieser Zeit ließ ich auch die Triebe frei wachsen, in der Hoffnung das Wurzelwachstum wird angeregt. Und siehe da, es war erfolgreich. Eine Bewurzlung stellte sich rundherum ein; wie aus dem Lehrbuch. Und trotzdem, es war schon ein mulmiges Gefühl trotz eigentlich zahlreicher Wurzeln, den Baum vom "Mutter-Stamm" zu trennen, denn es ist wie schon gesagt mein allererster Bonsai. Aber schon nach 3 Wochen zeigte mir der Neu-Austrieb, dass alles in Ordnung war.

Ansonsten mache ich jedes Jahr im Mai einen Blattschnitt. Dabei fallen immer die größten Blätter; also insgesamt immer ca. 50 - 60 % des Laubs. Der Neuaustrieb darauf ist immer kleiner und noch kräftiger in den Farben. Umgetopft wird alle zwei Jahre. Diese Art bringt eine sehr feine Verzweigung der Wurzeln hervor, so dass ein Wurzelschnitt nie ein Problem ist.

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